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«Bildung bewegt»

Vielfältige Wege zur heutigen Bildungslandschaft seit Heinrich Pestalozzi um 1800

Ein Projekt des Vereins «Wege zur Schweiz»

«Bildung bewegt» will erklären, wie die heutigen Verhältnisse im schweizerischen Bildungskosmos entstanden sind und wie sie mit dem Vermächtnis von Heinrich Pestalozzi (1746–1827), seiner Frau Anna Pestalozzi-Schulthess und mit weiteren Persönlichkeiten der modernen Schulgründergeneration seit 1800 zusammenhängen. «Leuchtturm» und Startpunkt des Projekts ist deshalb der 200. Todestag von Heinrich Pestalozzi am 17. Februar 2027.

 «Bildung bewegt» orientiert sich an Schauplätzen in der ganzen Schweiz und vermittelt die Geschichte vor allem über Podcasts, die verschiedene Formate und Inhaltsformen verbinden, aber auch über vorbereitetes Material für Vorträge an Schulen, Hochschulen, in Vereinen, über Infopoints und Erinnerungsmarkierungen.

Wir gehen den für die moderne Schweiz entscheidenden Fragen nach:

  • Wie entstand das heutige Bildungssystem?
  • Wie hat es die Entstehung des schweizerischen Nationalstaats beeinflusst?
  • Warum ist Bildung zentral für die demokratische Schweiz und ihre Strukturen? Seit wann gibt es die organisierte Schule mit ausgebildeten Lehrkräften?

«Bildung bewegt» verbindet die Entstehungsgeschichte der heutigen Schweizer Bildungslandschaft mit aktuellen Herausforderungen und künftigen Fragestellungen. Es betont die Bedeutung von Bildung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratiebildung. Es zeigt den Wert von «Bildung» für die wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz, und es fördert die Zusammenarbeit von Bildungsinstitutionen, Museen, Archiven und Wissenschaft.

Finanzielle Unterstützung

«Bildung bewegt» ist ein «Work in Progress». Je nach Informationen, Finanzierungsmöglichkeiten und Interessen weiterer Beteiligter können der Kreis der Orte und die Inhalte im Verlauf der kommenden Monate weiter angepasst werden.

«Bildung bewegt» wird bisher von mehreren Kantonen, Stiftungen und von Privaten finanziell unterstützt.

  • Verein Pestalozzi im Internet
  • Büro für Geschichte, Kultur und Zeitgeschehen
  • Stiftung Schule für das Kind
  • Albert und Ida Nüssli-Stutz Stiftung
  • Ernst Göhner Stiftung
  • Kanton Aargau
  • Kanton Luzern
  • Kanton Nidwalden
  • Kanton Solothurn
  • Kanton Tessin
  • Kanton Zug
  • Kanton Zürich
  • Kantone Bern und Schwyz (Beiträge angefragt)

Patronatskomitee

15 Persönlichkeiten aus dem Nationalrat, Ständerat und den Regierungsräten unterstützen das Projekt: Marianne Binder (Ständerätin AG), Ylfete Fanaj (Regierungsrätin LU), Fabien Fivaz (Ständerat NE), Regina Durrer-Knobel (Nationalrätin NW), Simone Gianini (Nationalrat TI), Andrea Gmür (Ständerätin LU), Matthias Michel (Ständerat ZG), Simone de Montmollin (Nationalrätin GE), Damian Müller (Ständerat LU), Gerhard Pfister (Nationalrat ZG), Thomas Pfisterer (alt Ständerat AG), Bernhard Pulver (alt Regierungsrat BE), Fabio Regazzi (Ständerat TI), Jakob Stark (Ständerat TG), Flavia Wasserfallen (Ständerätin BE).

Ihre Unterstützung ist wertvoll

Mit Ihrer Unterstützung bereiten wir die Inhalte professionell auf und vermitteln sie technisch hochwertig; es entstehen pädagogische Begleitmaterialien für Schulen und Fachpersonen, und eine breite Öffentlichkeit (Schulen, Bildungsfachleute, Interessierte) erhält Zugang zu einer spannenden Bildungsreise.

Eröffnungs- und Festanlass für geladene Gäste

18. Februar 2027 im Neuhof bei Birr
Festansprache von Nationalrat Gerhard Pfister, Podiumsdiskussion

Kontakt

Dr. Jürg Stadelmann,
Geschäftsleiter Verein «Wege zur Schweiz»
→ Email

Schauplätze

Neuhof in Birr (AG)

Bildungsevolution durch Industrialisierung und Digitalisierung

Erziehungsanstalt als Laboratorium für Armenerziehung und Sozialreform. Johann Heinrich und Anna Pestalozzi koppelten landwirtschaftliche und frühindustrielle Arbeiten mit Bildungsangeboten für Kinder. Der Neuhof hält diese Prinzipien als anerkannte Bildungsinstitution bis heute hoch.

Lenzburg (AG)

Messbarkeit von Bildung zum Aufbau eines gesamtschweizerischen Bildungswesens

Philipp A. Stapfer, Zeitgenosse Pestalozzis, stützte sich auf die sogenannte «Enquêtes», um Grundlagen und ein Schulgesetz zu entwerfen. Sein Stufen und Gliedern des Bildungssystems gilt bis heute. Gertrud Villiger-Keller brachte dies auch in die Mädchenbildung und Lehrerinnen-Ausbildung ein.

Aarau (AG)

Demokratiebildung als Ziel schulischer Erziehung

Die erste Hauptstadt der Helvetischen Republik symbolisiert die Idee einer gebildeten Bürgerschaft als Fundament eines demokratischen Staates, insbesondere unter Heinrich Zschokke. Pionierinnen wie Josephine Stadlin und Elisabeth Flühmann strebten für Mädchen und Frauen dasselbe an.

Olten (SO)

Infrastruktur und Mobilität als Treiber für den nationalen Wissenstransfer

Der Eisenbahnbau beschleunigt die qualifizierte, elementare wie höhere Fachausbildung. Die Stadt ist Ausgangsort der Nationalisierung des Eisenbahnnetzes und dient als Referenzraum für die sprachlich-kulturelle Integration der binnen- und ausländischen Arbeitsmigration.

Faido, Bodio (TI)

Der Tunnelbau zündet in der Schweiz den Forschungs-Turbo

Der Gotthardbahnbau verlangte nach Statistik, Technik und Forschung sowie in die Ausbildung von Ingenieuren zu investieren. Stefano Franscini, Gotthardingenieur, später Bundesrat und Mitbegründer der ETH steht für die Anfänge der Wissensgesellschaft und der faktenorientierten Staatsverwaltung.

Zentralschweiz

Von der Mädchenerziehung für Handarbeit und Hauswirtschaft zur Mädchenschulung und gleichgestellter (Aus)bildung

Baldegg (LU), Institut und Pensionat der Baldegger Schwestern, heute Kantonsschule Seetal; Stadt Luzern, kantonales und städtisches LehrerInnen-Seminar, heute PH Luzern, Berufsschulen; Menzingen (ZG), Mädchenschulung, Seminar, heute PH Zug und Kantonsschule Menzingen; Lindencham (ZG), Institut und Pensionat Heiligkreuz, Mädchenschulung, Seminar, heute PH Zug; Ingenbohl (SZ), Theresianum, Pensionat: Primar-, Sekundar-, Gymnasium, Seminar, heute PH Schwyz.

Stans (NW)

Bildung als Mittel zur sozialen Gerechtigkeit und Verbesserung der Lebensbedingungen der ärmsten Bevölkerungsschichten

Pestalozzis Kopf-Herz-Hand-Prinzip im Praxischeck. Erste Ansätze für eine säkularisierte Bildungsvermittlung durch den demokratisch legitimierten Staat.

Zürich (ZH)

Bildung für alle; der Weg zu Volksschule, Emanzipation, gesellschaftlicher Teilhabe

Bemühungen für eine Volksbildung durch eine Volksschule, denn Bildung wird ab 1800 als Motor der Staatsentwicklung und als Grundlage für funktionierende Gemeinwesen erkannt.

Burgdorf, Münchenbuchsee (BE)

Exportschlager «duales Bildungssystem» mit neuer Lehrpersonenbildung

Pestalozzis Wirken inspiriert Ausbildungsmodelle. Das duale System, verwurzelt in der Verbindung von Bildung und Wirtschaft, wird zur Erfolgsgeschichte, gestärkt durch Professionalisierung und Reform der Berufslehrpersonenausbildung.

Yverdon-les-Bains (VD)

Integrative Bildung für alle, dank Wandel in der Sonderpädagogik

In Pestalozzis internationalem Bildungszentrum mit progressivem Anspruch gab es ein Mädcheninstitut, ein Institut für Taubstumme, eine Armenanstalt. Dies steht als Anfang einer Sonderpädagogik.

Genf (GE)

Emanzipation verändert die Bildung von Frauen und Männern

In Genf, mit Rousseau als Vordenker, verdichten sich Aufklärung, Menschenrechte und Gleichstellung. Dies führt zur Gründung wichtiger Organisationen, aber auch zu einem Bildungsideal, das Emanzipation fördert.